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Special Reports from Europe, this year: Germany

 

3. Niederlage von Autorenhaus und Plinke vor dem Landgericht

„Autorenhaus" und Scientology: Rechtsanwaltskanzlei Boehmert & Boehmert
teilen mit, daß das Autorenhaus, über dessen raffinierte Geschäftspraktiken
berichtet worden ist, und das sich gern die Verwechslung mit einem
Literaturhaus gefallen läßt, mit Scientology nicht verbunden ist.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Autorenhaus Verlag, Manfred Plinke und
Gerhild Tieger.

Der sog. Autorenhaus Verlag ist bekannt für die Schlammschlachten, die er
auf seiner Homepage und in seinem Autorenhandbuch führt. Unter dem
Deckmäntelchen eines honorigen Presseerzeugnisses werden Einrichtungen des
Literaturbetriebs wie der Bund Deutscher Schriftsteller e.V. angeschwärzt,
der, als gemeinnützig anerkannt, seit vielen Jahren zum Wohl der
Allgemeinheit tätig ist. Der Bund berät objektiv und weist auf Mißbrauch
des Informationsbedürfnisses der Autoren hin, wenn Kleinverlage wie der sog.
Autorenhaus Verlag dieses in raffinierter Weise zu Geld machen. Es wird
nicht ein umfassender Ratgeber den ratsuchenden Autoren dargeboten,
sondern eine kleine Bibliothek, die Stück um Stück für teuer Geld zu erwerben ist. So macht man die Not der Autoren geschickt zu Geld, finden unabhängige Verbände.

Den mißliebigen Bund Deutscher Schriftsteller e.V. jedenfalls sucht der
prozeßfreudige Manfred Plinke bloßzustellen, indem er ihm eine netzartige
Verwobenheit mit einzelnen Verlagsunternehmen unterstellt. Unter dem Titel
„Das weltweite Netz" bezichtigt Plinke den Verband, Teil eines Verlagsnetzes zu sein. Das Landgericht Stuttgart, das sich bekanntlich schwer damit tut, gegen ein Presseerzeugnis vorzugehen, hat jedoch wegen der Schwere der Verleumdung eine Einstweilige Verfügung verhängt. Plinke, Tieger & Co. drohen bis zu einer ¼ Mio Euro Strafe oder Gefängnis, wenn sie weiterhin behaupten, der BDS sei Teil einer weltweiten Verschwörung. Das Landgericht hat die Einstweilige Verfügung durch Urteil mittlerweile ausdrücklich bestätigt. Dabei nannten die Richter das Plinkesche Verlagsunternehmen interessanterweise, in offensichtlich richtiger Einschätzung der Verhältnisse, das "sogenannte Autorenhaus".

Wer aber meint, Manfred Plinke und Anhang würden den Fehler bedauern, der
gerichtlich attestiert ist, der irrt! Nun wird erst recht zum Angriff geblasen – Rekurs in die nächste Instanz und Drohbriefe, die haltlos und für eine ansonsten renommierte Kanzlei peinlich sein müssen, werden zur Einschüchterung an die versandt, die kritisch über die dubiosen Praktiken des sog. Autorenhaus Verlags berichten. Die Kanzlei Boehmert & Boehmert in Berlin fordert Internetprovider auf, Homepages mit unangenehmer Berichterstattung zu schließen. Drohschreiben gehen bei Redaktionen, Verbänden und Einzelpersonen ein. Tenor: Es sind Herrn Plinke mißliebige Kommentare über dessen  Geschäftspraktiken zu unterlassen und eine Unterlassungserklärung mit Anerkennung von Strafgeldern zu unterschreiben sowie tige Anwaltsrechnungen zu zahlen. Ansonsten drohen Einstweilige
Verfügungen der Gerichte, hohe Kosten usw. Wenn jemand diesen
Einschüchterungsversuchen, die Plinke-Intimus und Rechtsanwalt Jan Bernd
Nordemann verschickt hat, nachgibt, wen wunderts? Und was ist aus den
Androhungen geworden? Bislang haben wir nichts vernommen. Und die Branche
wundert sich, daß ein Herr Nordemann derlei Getöse verschickt und sich
seinen Namen ruiniert (Herr Nordemann legt Wert auf die Feststellung, daß er
auch erfolgreiche Abmahnungen nachweisen kann, gern merken wir dies an).
Aber vielleicht liegt es ja an schwindenden Umsätzen, wenn Anwälte auf jedes
Mandat angewiesen sind und sich dazu hergeben müssen, in der Sache hilflose
Briefe zu versenden.

Vielleicht aber hat es etwas damit zu tun, daß das Magazin „Der Buchmarkt"
auf seiner Homepage bereits kolportiert, der sog. Autorenhaus Verlag werde
von dritter Seite mit Scientology in Verbindung gebracht (Herr Plinke läßt
durch seine Anwälte dementieren, obwohl der Buchmarkt dies berichte, sei er
dennoch kein Scientologe). Ob Herr Nordemann, uebrigens wie eine bestimmte
Species von Maennern stets mit Fliege auftretend, dort gelernt hat, wie man Gegner einschuechert, ohne daß es einer rechtlichen
Substanz bedarf?

Gekrönt wird die Schlammschlacht, bei der wohl keiner der vielen Beteiligten mehr weiß, worum es eigentlich geht, durch fahrige Mitteilungen der Ullstein-Autorin Nikola Hahn, die eigentlich nichts anderes als eine Zuschußautorin ist, deren Debütverlag mit dem späteren Namen Fouqué die erste Stufe zu einer ansehnlichen Verwertung in literarisch eher  anspruchslosen Großverlagen war. Da das Nest blamabel scheint, aus dem Frau Hahn gekrochen ist (man muß dort bezahlen, um veröffentlicht zu werden, was mag dies über die Qualität des Gedruckten aussagen?), da also das Nest den Erfolgsautoren wie Hera Lind, Dieter Bohlen und Naddel blamabel scheint, ist Beschmutzung angesagt, glaubt man doch, auch der Fouqué Verlag verbünde sich weltweit mit Autorenverbänden. Nikola Hahn weist darauf hin, daß die Homepage der World Writers Association WWA in London, auf der die ersten Skandale um Plinke, Autorenhaus usw. publiziert wurden, abgeschaltet worden sei. Die Inhalte der Homepage seien rechtswidrig gewesen und man möge nur auf den Link zur WWA klicken, um im Datennirwana zu landen. Wer der Einladung folgt, gelangt allerdings tatsächlich auf die höchst anschauliche Homepage der WWA, die wohl nur im Wunschdenken der Geschichtenerfinderin Hahn abgeschaltet ist. Was die wichtigen Mitteilungen der Trittbrettfahrerin Nikola Hahn zu bedeuten haben? Vielleicht, daß ihr keine neue Unterhaltungsgeschichten mehr einfallen? Wer will das sagen?

Das Autorenhandbuch des Herrn Plinke war jedenfalls zeitweise nicht lieferbar, weil, es wegen der drohenden Strafen des Landgerichts Stuttgart aus dem Buchhandel an den Verfasser und Möchtegernverleger zurückgesandt
wurde und weil der gerichtlich verbotene Text entfernt werden mußte.Peinlich? Aber nein, im sog. Autorenhaus ist man sogar stolz darauf, ein amtlich verbotenes Buch zu besitzen. Dieter Bohlen und seine  Sexgeschichten habens ja zur Freude des lüsternen Publikums vorgemacht! Und was ist mit dem gesunden Rechtsempfinden, mit Anstand und Sitte, die es unzweifelhaft verbieten,andere vorsätzlich anzuschwärzen und wissentlich zu schädigen?

Für Pressedelikte ist dann grundsätzlich auch die Staatsanwaltschaft
zuständig, die gegen Manfred Plinke und Gerhild Tieger wegen mutmaßlicher
Presseinhaltsdelikte und wegen des Verdachts der Bedrohung von
Einzelpersonen jetzt Ermittlungen eingeleitet hat.


Nachtrag: Vor dem Landgericht Stuttgart versuchte Manfred Plinke dieser
Tage im Verfahren um die vom Bund Deutscher Schriftsteller e.V. erwirkte
Einstweilige Verfügung die Richtigkeit seiner Verschwoerungsthesen zu
beweisen, nach der die Brentano-Gesellschaft weltweit Schriftstellerverbaende unterlaufen habe und diese beherrsche. Wortreiche und fingerdicke Schriftsaetze, Mitgliedslisten des Bundes Deutscher Schriftsteller (deren Herkunft unbekannt ist und deren Echtheit deshalb natuerlich zweifelhaft sein muss) und Angaben ueber Freundschaften und Uebernachtungen von Privatpersonen in Privathaeusern,zu denen fruehere Putzfrauen von Verlagsmitarbeitern befragt worden sind,sollten die Bildung eines „weltweiten Netzes" beweisen und die im „Jahrbuch fuer Autoren" abgedruckten Rufschaedigungen rechtfertigen.

 In letzter Not trug Herr Rechtsanwalt Jan-Bernd Nordemann vor, mit dem
„weltweiten Netz" der Brentano-Gesellschaft sei doch nur das „www" gemeint
gewesen (world wide web), also das Internet in Gaenze!

Das Landgericht Stuttgart hat sich diesen Vortrag, der an Peinlichkeit wohl kaum zu ueberbieten ist, verbeten und die Einstweilige Verfuegung gegen das sog. Autorenhaus des Manfred Plinke bestaetigt, denn fuer die Richtgkeit der Anschwaerzungen blieb Manfred Plinke die Beweise schuldig. Die Einstweilige Verfuegung gegen Manfred Plinke und sein sog. Autorenhaus ist somit, nach Feststellung des Landgerichts in Stuttgart, zu Recht ergangen.

Manche Grosshaendler verzichten jetzt lieber auf die Lieferung der Ratgeber des Hauses Plinke, deren unserioese Mitteilungen einen Strudel an Prozessen, Pressemitteilungen und allerhand Umtriebe bis hin zur Ausforschung von Putzfrauen über das Privatleben der Verlagsmitarbeiter brachten!

Die Moral von der Geschicht? In den Buchhandlungen, in denen die Titel des
Hauses Plinke via Grosshaendler kaum noch nachbestellt werden koennen,
greifen die Kunden nach den Autorenratgebern des Hauses Uschtrin, Campus
und anderer. Fazit: Wer andere auf Grund von Vermutungen mit Dreck bewirft,schadet – in einem Rechtsstaat – zuletzt nur sich selbst.

Weitere Informationen über Manfred Plinke und seinen umstrittenen Autorenhaus-Verlag finden Sie hier.

4. Tobias Kiwitt, ein Düsseldorfer Verbandsagitator, Gewerkschaftshelfer, Möchtegernschriftsteller und Junganwalt bei Ciper & Coll.

Eine originelle Fußnote in der Kulturgeschichte der öffentlichen Selbstentblößung

(Gestalten des Literaturbetriebs, Porträts, Erste Folge)

Vorbemerkung zur neuen Porträtreihe: Die Gestalten des Literaturbetriebs sind vor allem die bekannten und berühmten Autoren und Verleger. In ihrem Umfeld machen aber auch immer wieder die gänzlich Erfolglosen von sich reden, die sich mit allen Mitteln gegen das Übersehenwerden stemmen. Die Diskrepanz zwischen dem heftigen Drang zum Berühmtwerden und den fehlenden Begabungen, insbesondere der Unfähigkeit, kulturell Eigenes mit Belang für die Allgemeinheit zu erschaffen, ist das Thema der Reihe. Porträtiert werden die eigentlich randständigen Figuren des Literaturbetriebs, die sich mit Inszenierungen ihrer selbst immer wieder in das Licht der Öffentlichkeit schieben.

Gesänge mit Rechtskraft

Eines Volkes der Dichter und Denker würdig fasste ein Darmstädter Richter noch jüngst seine Urteile in Versen ab: „Im Namen des deutschen Volkes“, so wie er es auffasste! Da die Zivilprozessordnung keine literarischen Vorschriften kennt, waren die Darmstädter Urteile formal nicht zu beanstanden. Sie sind Gesänge, die Rechtskraft erlangten! Daß Kunst und Dichtung aber keineswegs Weisheit und Klugheit verbürgen und dass manche Auftritte dichtender Juristen Gefühllosigkeit, Roheit und Eitelkeit verraten, die der Ursprung mancher Peinlichkeit ist, kann nur die verblüffen, die die Kulturgeschichte der Einfalt nicht studiert haben.

Peinlichkeiten unserer Dichterfürsten

Dabei sind es nicht nur die ewig Namenlosen, die sich um jeden Preis in das Buch der Berühmtheit einschreiben wollen und sich bis zur Selbstentblößung andienen. In die Sphäre des Allzumenschlichen gehören auch die Fehltritte und Peinlichkeiten unserer Dichterfürsten und Gewerkschaftsschreiber. Denken wir an den furchtbaren Dichter-Juristen in Weimar, der die unglückliche Mutter, die aus Angst ihr Kind getötet hatte, zum Tode verurteilte. Erinnern wir uns auch daran, dass der junge Kaufmannsgehilfe Heinrich Heine, um bekannt zu werden, Verse an einflußreiche Salonieren schrieb, die schon damals als peinlich empfunden wurden („und weinend stürz ich mich zu deinen Füßen!“), an unseren Moralprediger und Politikapostel Günter Grass, der geschickt seine eigene SS-Vergangenheit verschwieg, um seinen Nobelpreis nicht zu gefährden, an den in weiteren Kreisen freilich eher unbekannten Schreiber Imre Török, der sich, vielleicht in einem Moment tieferer Einsicht, auf seiner Homepage, um eines hilflosen Wortspiels willen, selbst als „ungar“ („ungarer Deutscher“) bezeichnet usw. usw.

Tobias Kiwitt: Mein größter (und einziger) Erfolg ist „inhaltsarm

Die Kulturgeschichte der Selbstentblößung verzeichnet also neben den Persönlichkeiten, die Wilhelm Busch zu seiner Humoristik anleiteten, durchaus honette Beiträger. Ein eigenes Kapitel darin hat nun auch ein junger Düsseldorfer Rechtsanwalt Tobias Kiwitt für sich aufgemacht, der nichts unversucht lässt, um berühmt zu werden.
Sein Gedicht „Goetheine“ wurde tatsächlich mit einem Preis geehrt, der allerdings nicht hält, was er verspricht. Darin lässt der Autor Bergesgipfel „funkeln“, Orangen „glühen“ und Augen „tropfen“ und beglückt den Leser, der sich einfach nur wundern kann, mit Versen wie:

Ja, Zuckererbsen für jedermann gedacht
Es klinget wie Flöten und Geigen
Doch hier ist die Luft kühl und es dunkelt
Beim späten Wind- und Nächtereiten

Kiwitt sagt zu dem unsinnigen Poem, das wie das Produkt eines Zufallsgenerators wirkt und das literarisch nicht verschlechtert werden könnte, in einem Interview, sein größter Erfolg sei einem „kleinen Unfall“ zu verdanken, denn das „inhaltsarme“ Gedicht sollte „nach Fertigstellung im Papierkorb landen“, aber irgendwie sei es von ihm, wohl versehentlich, bei jenem Gedichtwettbewerb eingereicht worden.

Kiwitt bewirbt sich mit peinlicher Schülerpoesie um Literaturpreise und geniert sich nur dafür, nicht von anderen entdeckt worden zu sein

Übersetzt heißt dies: Der Verfasser sonnt sich darin, Preisträger zu sein, dessen Eitelkeit nun danach ausgreift, dass er sich um den Preis womöglich gar nicht wirklich selbst (irgendwie, aber nicht wirklich er selbst) beworben hat und besser ohne sein Zutun, am besten von Marcel Reich-Ranicki entdeckt worden wäre. Dabei hätte gerade der Vermarktungskünstler MRR, der derzeit sein eigenes Museum vorbereitet (niemand empört sich darüber, aber man wundert sich auch nicht), ihm sicher geraten, nichts dem Zufall zu überlassen.
Diese Impertinenz in der Selbstdarstellung keimt allerdings schon bei Kiwitt, denn der Satz, er gewinne Preise mit dem, was er in den Papierkorb werfe, soll die literarische Größe dessen ahnen lassen, was nicht weggeworfen und in der Schublade des geistesgroßen Schriftstellers verwahrt ist.

Kiwitts Literaturtheorie fällt sogar hinter den Wissensstand der Amish People zurück

Kiwitt ließ sich nach Erhalt des Literaturpreises auf der Plattform textgruppe.de als Literaturpreisträger feiern. Seine fundamentale literaturtheoretische Idee: Ihm schwebe eine Literatur vor, so das Interview, die „die Welt nicht nur abbildet, sondern auch befragt, fordert und fantasiert“. Um einen solchen Allgemeinplatz für etwas Eigenes zu halten und nicht für die Triebfeder der Literatur der letzten 500 Jahre, muß man diese schon vollständig ignoriert oder nicht verstanden haben. Selbst die Amish people in Amerika, die kulturell gern auf die letzten 200 Jahre der Entwicklung verzichten, kämen nicht auf den Gedanken, dass (allein in ihrer Sprache) Shakespeare, Wilberforce und Edward Young und all’ die andern die Welt nicht befragten, forderten und fantasierten.

Autorenverbandsfunktionär Kiwitt fällt auf Kleinverlag herein und lässt sich von einer Kapitalgesellschaft als poeta laureus feiern

Das scheinbare Wunder, dass die Schülerreimerei von Tobias Kiwitt mit einem ernstgemeinten Preis ausgezeichnet wurde, löst sich ebenso rasch in nichts auf wie die Literaturtheorie des Gefeierten. Der preisvergebende Realis Verlag lebt nämlich davon, die Reime junger Möchtegernautoren, darunter übrigens immer wieder auch veritable Gedichte, in einem Sammelband zu veröffentlichen („Nationalbibliothek“), die sich dann geehrt fühlen und den teuren Band käuflich erwerben. Darum ist der Verlag auch keineswegs zu kritisieren, der freilich daran interessiert sein muß, Kontakt zu möglichst vielen Jungautoren a la Kiwitt zu finden, die sich gern gedruckt sehen und fürs Gedruckte dankbar bezahlen!
Tobias Kiwitt hat es auf das Siegerpodium geschafft, weil er, so darf man das Kalkül der Realis Kapitalgesellschaft verstehen, als Vorstand des Bundesverbandes junger Autoren und Autorinnen e.V. angeblich über Hunderte Autorenkontakte verfügt und für den Verlag zum Werbeträger werden würde. Kiwitt ließ sich dann ja tatsächlich auch für den von Interessen korrumpierten Preis für ein peinliches Gedicht interviewen.

BVjA unter Tobias Kiwitt gilt als Sackgasse für junge Autoren

Pikant ist die Auszeichnung Kiwitts durch einen Verlag, der von seinen Autoren lebt, auch deshalb, weil es gerade Tobias Kiwitt ist, der – um der Gewerkschaft schön zu tun – zum Angriff auf die Dienstleisterverlage (vulgo „Zuschußverlage“) bläst, die seit 300 Jahren das Bedürfnis von neuen, noch unbekannten Autoren befriedigen, gegen Zahlung veröffentlicht zu werden (Goethe, Schiller, Hermann Hesse und viele andere nutzten diesen historisch verdienstvollen Verlagstypus). Dem von ihm angeführten Bundesverband junger Autoren BVjA geht es nämlich darum, den etablierten Autoren die Verwertungskanäle zu sichern und neue Autoren möglichst nicht hochkommen zu lassen. Das Paradox, das dem BVjA unter Tobias Kiwitt tatsächlich überwiegend erfolglose Schreiber angehören, denen damit erste Schritte in den Buchhandel verwehrt werden, erklärt sich aus der Patronage der Gewerkschaft ver.di. Die jungen Leute lassen sich offensichtlich für die angebliche Ethik (ein Autor wird bezahlt und zahlt nicht!) einspannen, nicht erkennend, dass sie sich damit selbst behindern, sich im BVjA auf dem Abstellgleis befinden und den in der Gewerkschaft organisierten etablierten Autoren die Fleischtöpfe sichern helfen.

Kiwitt veröffentlicht seine Studentenausarbeitungen als Buchpublikationen

Kiwitt bezeichnet die Verlage, die sich junge Autoren für ihr Debüt nehmen, pauschal als unseriös. Er ist mitverantwortlich für einen vom BVjA provozierten Skandal gegen einen Buchverlag, der auf unbewiesenen Behauptungen beruht und den Verband ins Gerede gebracht hat (Lesen Sie hier Pressemitteilungen zum BVjA auf www.haus-der-literatur.de) Selbst nutzt Tobias Kiwitt aber Dienstleisterverlage, um sich Auftritte zu verschaffen. Vom Realis Verlag abgesehen, publiziert er nämlich akademische Texte im Grin Verlag, der zu eben diesen Dienstleisterverlagen zählt (s. www.grin.com/profile/36681/tobias-kiwitt). Die Selbstdarstellungssucht Kiwitts geht soweit, dass er, der mit juristischen Staatsexamina wissenschaftlich nicht einmal auf unterster Stufe graduiert ist, in Ermangelung wissenschaftlicher Monographien simple Seminararbeiten veröffentlicht – die Lernschritte des Studenten werden der Öffentlichkeit als Buchpublikationen dargeboten!
Was soll man denken über jemanden, der anderen predigt, lieber nicht zu veröffentlichen, als bei einem Verlag dafür zu bezahlen, und der selbst insgeheim die Dienstleisterverlage für seine Selbstdarstellung nutzt?

Staatsanwaltschaft fordert Finanzamt auf, den Verband Kiwitts zu prüfen

Beobachter könnten die großen Auftritte Kiwitts gegen die Dienstleisterverlage folglich als bloße Heuchelei abtun, wenn da nicht noch einiges andere im Argen läge. Der Bundesverband junger Autoren BVjA e.V., dessen Vorstand Kiwitt ist, geriert sich als Standesvereinigung junger Schriftsteller. Insider bezweifeln aber, dass der Verband tatsächlich über die angegebene Mitgliederzahl verfügt. Es wird auch von einer Überalterung des Verbandes berichtet, davon, dass Vorstandswahlen manipuliert wurden und in Wahrheit ein gewisser Thomas Stichtenoth den Verband nach Gutsherrenart führe - ein Mitarbeiter des erfolgreichen Pharmazeuten Daiichi-Sankyo, der als besondere persönliche Qualität seiner Mitarbeiter "vorausschauendes Handeln" erwartet. Tatsächlich gab es die im Vereinsregister eingetragene Pressesprecherin Sandra Honnef, die heute sagt, sie sei für den Verband nie tätig gewesen – so stellt sich die Frage, wer denn die Pressestatements des Verbands, die angebliche Skandale aufdecken wollten, eigentlich geschrieben hat? Der vorige Vorstand Alexander Brehm veröffentlichte sogar Beschuldigungen gegen Dritte, für die er später freiwillig eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgab.
Seine Selbstdarstellung betreibt der ominöse Verband gern auf Kosten Dritter, durchaus auch mit Aufrufen, die an Verhetzung und Verfolgung erinnern. Die Staatsanwaltschaft hat kürzlich die Finanzbehörde zur Prüfung der Verhältnisse aufgefordert. Einzelheiten interessieren an dieser Stelle aber nur insofern, als Tobias Kiwitt schon länger eine treibende Kraft gewesen ist und heute sein Vorstand (Lesen Sie hier Pressemitteilungen zum BVjA auf www.haus-der-literatur.de).

Kiwitt will seine Kritiker mundtot machen

Die kritische Berichterstattung über die Machenschaften des BVjA ist seit bis zu zwei Jahren im Internet nachlesbar. Der Verband hat sich wohl aus guten Gründen nie dazu geäußert. Erst Tobias Kiwitt als Vorstand will die Berichte insgesamt unterdrücken lassen: So klagt der Verband jetzt vor dem Landgericht Köln gegen seine Kritiker. Prozeßbeobachter sehen den Verband, der als angeblicher Autorenverband gegen die Presse klagt, allerdings auf verlorenem Posten.

Tobias Kiwitt drosch kürzlich auf die vom ZDF düpierte Elke Heidenreich ein, um sich beim ZDF selbst ins Nest zu setzen

Der Eiferer wartet für den, der im Internet recherchiert, noch mit einigen anderen unangenehmen Seiten auf. Als die angesehene Literaturmoderatorin Elke Heidenreich, die sich immer auch für junge Autoren eingesetzt hat, vom ZDF wegen ihrer freimütigen Kritik spektakulär entlassen worden war, trat Kiwitt der geschassten Frau nicht zur Seite. Im Gegenteil: In einem Schreiben an den kritikempfindlichen Staatsbetrieb betrieb er ungeniert Fledderei an der von Marcel Reich-Ranicki beschimpften, kouragierten Frau.
Er scheute sogar nicht davor zurück, die Person und ihre verdienstvolle Arbeit selbst auch schlechtzureden: „Die Zeit einer literarischen Kaffeefahrt muß vorbei sein, in denen Bücher von Prominenten nur in die Kamera gehalten und gelobt werden“. Kiwitt beklagte auch, dass mit dem Nachfolger Heidenreichs die Chance bereits vertan sei, „ein frisches Format, etwa mit einem Moderator unter 35 Jahren und aufregender junger Literatur anzubieten“. Und sich direkt anbiedernd: „Für konkrete Anregungen scheuen Sie sich nicht, den Kontakt zu uns zu suchen.“ Und der, der beim ZDF immer noch nicht versteht, an wen der Preisträger des Realis Verlags da als Nachfolger von Elke Heidenreich gedacht haben mag, wird zuletzt noch mit der Nase daraufgestoßen: „Setzen Sie einen unbekannten jungen Moderator an ihre Stelle“!

Das ZDF ignoriert Tobias Kiwitt

Der plumpe Versuch, sich mittels seiner Vorstandsfunktion, von der die meisten Mitglieder vermutlich kaum eine Ahnung haben, selbst ins Fernsehen zu hebeln (Schlussformel: „gezeichnet Bundesverband junger Autoren und Autorinnen durch: Vorstandssprecher Tobias Kiwit“) ist missglückt. Die ungebetene Anbiederung kann im ZDF kaum anders als peinlich empfunden worden sein. Kiwitt nutzte die Situation aber wenigstens dazu, sich in jedem Fall in das Licht der Öffentlichkeit zu schieben. Er verschickte nämlich seinen Brief ans ZDF auch an die Printmedien. Dem muffig-hilflosen Börsenblatt, das ja schön druckt, was aus gewerkschaftlichem Umfeld auf den Tisch kommt, ist daher immerhin überhaupt die Kenntnis des drögen Selbstempfehlungsschreibens zu verdanken. Wundern kann man sich nur darüber, dass Kiwitt das an Peinlichkeit nur schwerlich zu übertreffende ZDF-Schreiben nicht unter der Decke hielt, sondern ohne Not auch noch in die Öffentlichkeit herausposaunte. Ob ihm denn gar nichts peinlich ist?

Ein Tausendsassa ohne besondere Fähigkeiten

Wer im Internet stöbert, kommt rasch darauf, dass der Dichter Kiwitt schon alles mögliche ausprobiert hat, um zu reüssieren. Bevor er, gut bekannt mit Thomas Stichtenoth, sich in den Vorstand des BVjA hieven ließ und diese Funktion seither durchaus in eigener Sache auszuüben weiß, suchte er bei Amnesty International zu landen. Als Sprecher der „AI Gruppe Schwelm/Wuppertal“ kündigte er großtönend an, 10.000 Unterschriften zu sammeln und zwar für „gewaltlose politische Gefangene“. Sein Rundbrief beginnt mit: „Liebe West Papua Unterstützer!“ Wäre Loriot in Schwelm/Wuppertal aufgewachsen, die örtliche „AI-Gruppe“ wäre ihm sicher nicht entgangen (Kiwitt schreibt übrigens „Amnasty International“).
Loriot ist ohne Zweifel brillant, aber die Wirklichkeit in ihrer Unüberbietbarkeit kann sich eben doch keiner ausdenken: Ist Kiwitt doch auch verbandelt mit den 42er Autoren, die 60 Mitglieder haben. Diese haben ihre Geschäftsstelle in Putlitz und vergeben ernsthaft eine mit 150 Euro dotierte Variante des Pulitzer Preises, eben den Putlitzer Preis! Ob Kiwitt bereits sein einziges Gedicht, seinen, wie es in seinem Interview heißt, bislang „größten Erfolg“, eingereicht hat?
Im Internet finden sich auch noch Rückstände einer geplatzten Karriere als Fotograf. Immerhin ein Schnappschuß vom Milch-Bauernhof in Sprockhövel (schon wieder Material für Loriot!) wurde von einem Blättchen der WAZ-Gruppe abgebildet.
Wer die angestrengten Bemühungen des Agitators Kiwitt um Ansehen und Öffentlichkeit mitverfolgt, kommt kaum um die Feststellung herum, dass es wohl eine Art lebendiger Abklatsch vom verherrlichten Dichterdasein gibt: Der von unseren Dichtern und Schriftstellern geleistete und oftmals mit einem Leidensdruck belegte hochkreative Akt der Entäußerung ihres gelebten Lebens schrumpft, wenn Begabungen und Inhalte fehlen, zur peinlichen Selbstentblößung.

Tobias Kiwitt für honorige Düsseldorfer Kanzlei Dr. Ciper & Coll. tätig

Ein Mangel an Begabungen, die Hartnäckigkeit, andern mit übler Nachrede nachzustellen, ein Sinn für Verbandsränke – dies ist ein Profil, mit dem viele sehr erfolgreich geworden sind. Tobias Kiwitt hat sich aber eben nicht für die Politik entschieden, sondern neben seiner Berufung zum Dichter und Fernsehmoderator (zukünftig) für den jetzt angetretenen Beruf des Rechtsanwaltes. Dies könnte einmal den befreundeten Hartz-IV-Empfängern in Putlitz zu Paß kommen, die von Großem träumen und deren Anmaßung irgendwann zu Problemen führen kann.
Wie es aber der Düsseldorfer Kanzlei Ciper & Coll. ergehen wird, die den jungen Dichter-Agitator als Anwalt beschäftigt, kann man nach allem, was wir über ihn und seine Neigung zur Selbstdarstellung, ja zur Selbstentblößung aus fehlender Selbsteinschätzung und als gewerkschaftlich inspirierten Skandalmacher wissen, nur vermuten. Tobias Kiwitt jedenfalls kann noch einiges lernen: Denn Dr. Dirk Christoph Ciper trickst weitaus geschickter mit dem Renommée seiner Kanzlei, d.h. mit seinen internationalen „Standorten“ und mit seinen Fachpublikationen, die im Artention Verlag erschienen sind – hinter dem sich Herr Ciper selbst verbirgt!
(Fußnote: Die Mitarbeiter scheinen in jedem Fall im Anwaltsbüro auch ihr privates Glück zu finden – der originelle Dr. Ciper betont nämlich auf seiner Homepage, dass sämtliche Mitarbeiter „untereinander ein ausgezeichnetes kollegiales Verhältnis haben, das in vielen Fällen über das rein kollegiale sogar noch hinausgeht“.)

Der junge Medien-Anwalt Kiwitt zieht es vor, seine eigene medienrechtliche Klage einer fremden Kanzlei anzuvertrauen

Wie dem auch sei, Tobias Kiwitt wird sich bei der Bearbeitung seiner künftigen Mandate sicher in die Öffentlichkeit zu rücken verstehen und diese vielleicht wieder im Grin Verlag veröffentlichen. Das erste Mandat hätte seine eigene Klage (für den BVjA) gegen die Presse sein können, denn er bezeichnet als seine Tätigkeitsschwerpunkte ausgerechnet „Medien- und Presserecht“. Warum er die Klage dann nicht selbst erhoben, sondern das Mandat einer fremden Kanzlei anvertraut hat, dafür wird er gute Gründe gehabt haben. Ein Schelm, wer sich dabei etwas denkt.

Anna Popovici, Zadar

Fortsetzung im Februar 2010: Tobias Kiwitt als Rechtsanwalt

 

5. Dr. Joachim Sartorius und die geheimen Qualitäten des Establishments

Eine realistische Note von den Berliner Festspielen und aus der Jury des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels über die Bereitschaft zu lügen

Jeder hat sich wohl schon einmal die Frage gestellt, wie man denn Intendant eines Fernsehsenders werden kann, Präsidentin des Goethe-Instituts oder Jurymitglied des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Daß ein gut abgeschlossenes Studium und sonstige fachliche Qualifikationen allein keineswegs ausreichen, fällt ins Auge, wenn man allein die große Menge der hervorragend ausgebildeten Fachkräfte betrachtet, deren Zahl die immer einmal zu besetzenden prominenten Stellen weit überragt. Und wenn man dann auch noch registriert, dass zu Preisverleihungen, Ehrenauszeichnungen, Aufsichtsratsmandaten usw. praktisch niemals nicht schon etablierte Personen zugelassen werden, dann stößt dies auf.
Die Schlussfolgerung muß sein: Es muß auch persönliche Qualitäten geben, die nicht durch Zeugnisse dokumentiert werden, ja die vielleicht überhaupt niemals sichtbar werden, Qualitäten, deren Unsichtbarkeit womöglich gerade zu bedeutenden Ämtern qualifizieren. Welche Charaktereigenschaften mögen dies wohl sein, die das sog. Establishment zusammenschweißt und die sich zum Beispiel darin zeigt, dass man sich gegenseitig allerhand Fernsehpreise verleiht, zur Unterhaltung des zahlenden Publikums?

Dieselbe Goethe-Jubiläumsschrift, von Sartorius erst gefeiert und lanciert, dann verabscheut

Großen Abscheu äußerte Joachim Sartorius, der Intendant der Berliner Festspiele, kürzlich über seine eigene Beteiligung am Goethe-Jubiläumsband 1999 "Im Namen Goethes!" Zu ihm haben damals viele Große der Literatur und des Kulturwesens in Deutschland freudig und wohl auch begierig, an einer prominenten Publikation zu einem bedeutenden Jubiläum teilzuhaben, begeistert Beiträge beigesteuert – darunter Ralph Giordano, Alfred Grosser, Günter Grass und viele andere. Vor allem Joachim Sartorius war es, der nicht nur einen elf Seiten langen Beitrag "Zu den ideellen Fundamenten der Auswärtigen Kulturpolitik heute" beitrug, sondern nach Erscheinen der Publikation Wege zu ihrer Verbreitung durch Vermittlung von Rezensenten zu ebnen suchte.

Joachim Sartorius' Statement von 2007 rückt durch neuentdeckten Brief von 1999 in ein sonderbares Licht

Joachim Sartorius antwortete mit seinem Statement dem Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V., gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt haben soll (Staatsanwaltschaft ermittelt gegen BVjA), am 27. November 2007 in einem Brief, den der Empfänger dann in einem öffentlichen Gerichtsverfahren veröffentlicht hat. Dieser Brief war vom BVjA erbeten und von Sartorius gegeben worden, um den damaligen Herausgeber des Goethe-Standardwerkes mit der nachweislich falschen Behauptung zu diskreditieren, die prominenten Autoren seien im Unklaren über genauen Umstände, insbesondere über die privatgesellschaftliche Natur (GmbH) des Herausgebers gewesen und sie, die des Lesens kundig sind, hätten angeblich die Goethe-Gesellschaft Frankfurt mbH mit der gemeinnützigen Goethe-Gesellschaft in Weimar e.V. verwechselt.

Der Hintergrund: Der umtriebige Verband, dem vorgeworfen wird, keinen regulären Vorstand zu haben und geschickt die Interessen einer Einzelperson zu verfolgen, blies zum Angriff auf die konkurrierende Frankfurter Verlagsgruppe, die besonders erfolgreich geraden jungen Autoren den Weg in die Öffentlichkeit ebnet und mittlerweile den Vertrieb jenes Goethe-Standardwerkes übernommen hatte. Das Statement war von Joachim Sartorius erbeten worden, um den alten Herausgeber des renommierten Buches und mit ihm auch den derzeitigen Verlag öffentlich bloßzustellen und damit möglichst auch wirtschaftlich zu schädigen. Der Redaktion liegt nun ein weiterer Brief von Joachim Sartorius vor, den dieser 1999, direkt nach Erscheinen des Buches, an den Herausgeber geschrieben hat und der seine Verlautbarung von 2007 in ein sonderbares Licht rückt.

Zwei Briefe von Joachim Sartorius, die sich selbst kommentieren

1999 hatte Sartorius als Generalsekretär des Goethe-Instituts mehrere Briefe verfasst, die ihn auf vertraulichem Fuß mit dem "Geschäftsführer" der "Goethe-Gesellschaft mbH" zeigen.
2007 bescheinigte Sartorius als Intendant der Berliner Festspiele hingegen: Es mag zutreffen, "dass nämlich meine Mitarbeit an diesem Band in Unkenntnis der genauen Umstände zustande kam."

1999 hatte Sartorius als Generalsekretär des Goethe-Instituts dem Herausgeber des Goethe-Buches ungefragt mitgeteilt: "Zugleich möchte ich Ihnen zu dem, wie ich finde, durch sein Erscheinungsbild, die inhaltliche Qualität der Beiträge und nicht zuletzt die Rohrfederzeichnungen von Ferry Ahrlé ebenso ansprechenden wie inspirierenden Buch gratulieren."
2007 schrieb Sartorius als Intendant der Berliner Festspiele dann allerdings: "Ich weiß, dass ich keine Freude an dem Buch hatte, als es erschienen war."
(Anm.: Was mag nun wohl vom Votum zu denken sein, das Sartorius laut Wikipedia als Mitglied der Jury des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels abgegeben hat – und vom Wert dieses gefeierten Preises?)

1999 hatte Sartorius als Generalsekretär des Goethe-Instituts zwei prominente Germanisten als Rezensenten für eine Besprechung des Goethe-Buchs vorgeschlagen, nämlich Professor Albrecht Schöne in Göttingen und Dr. Ingo Breuer in Köln, um das Buch in die Öffentlichkeit zu lancieren. Er hatte dem Herausgeber gewünscht: "Ich bin zuversichtlich, dass sich beide zu einer Besprechung des Buches entschließen und dieser gelungenen Anthologie damit zu einem Erfolg (verhelfen) könnten."2007 schrieb Sartorius als Intendant der Berliner Festspiele hingegen: "Ich weiß, dass dieser Band sehr schnell und ohne besondere Betreuung unsererseits zustande gekommen ist." Und nochmals: "Ich hatte keine Freude an dem Buch, als es erschienen war."

Welche charakterliche Eigenschaft qualifiziert offenbar zur Jury des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels?

Welche zu beklagende persönliche Eigenschaft, die sich offensichtlich normalerweise im Geheimen bewährt, hier jedoch durch einen Zufall sichtbar wird, qualifiziert wohl zu solch bedeutenden Funktionen? Oder umgekehrt: Welche besondere Fähigkeit erwarten die Berliner Festspiele von ihrem Intendanten, welche eigentümliche charakterliche Eigenschaft qualifiziert offenbar zur Jury des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels?

Juristische Fußnote zum Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V.

Die frühere Pressesprecherin des BVjA Sandra Honnef verbot später auf gerichtlichem Weg, die Angabe des Vereinsregisters zu zitieren, dass sie zur Zeit der gegen die Goethe-Gesellschaft Frankfurt mbH gerichteten Vereinsaktivitäten Pressesprecherin des BVjA gewesen war.
Der damalige Vorstand des Vereins, der heute arbeitslose Alexander Brehm, dem in der Öffentlichkeit wegen seiner sachlich falschen Darstellung der Entstehung des Goethe-Jubiläumsbandes "journalistischer Betrug" vorgeworfen wurde, unterschrieb später eine strafbewehrte Unterlassungserklärung. Er zog auch noch selbst zu Gericht, weil ihn, wie er behauptet, seine gegen die Goethe-Gesellschaft Frankfurt mbH gerichtete Öffentlichkeitsarbeit bzw. die Aufdeckung der Hintergründe im Internet seine Arbeitsstelle gekostet habe und er wegen der online nachlesbaren Berichterstattung über sein Vorgehen keine neue Stelle finden könne. Wenn man die geheimen Qualitäten bedenkt, die zum Establishment qualifizieren, könnte da nicht Joachim Sartorius oder die Verwaltung der Berliner Festspiele helfen?

 

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